20xi - Online-Magazin der Hochschule für Künste Bremen

Anne Günther

Am Rand

Ein Diplomfilm
über das Verschwinden


»a hole? a hole after all,
is something,this is not­hing at all.«

Das Loch ist kein phy­si­ka­li­sches Objekt mit einer bestimm­ten Masse. Es hat keine bestimmte che­mi­sche Zusam­men­set­zung. Aber es ist auch nicht kom­plett abs­trakt wie das Wort Fan­ta­sie, oder die Zahl Pi. Man kann mit dem Fin­ger dar­auf deu­ten. Ein Loch ist da, wo etwas nicht ist. Das hat mich gereizt. Ich wollte etwas Abs­trak­tes cha­rak­te­ri­sie­ren und dar­aus eine Geschichte enwi­ckeln. Ich habe ange­fan­gen Freunde zu fra­gen wie sie sich den Cha­rak­ter vom Loch vor­stel­len.
Ob das Loch männ­lich oder weib­lich ist, was sein Pro­blem ist etc. Eben­falls habe ich reche­riert wie die Phy­sik Löcher beschreibt, wo es in der Lite­ra­tur the­ma­ti­siert wurde. Dar­aus ent­stand die Basis für den Film. Der Cha­rak­ter des Herrn L.

die hand­lung

»mitt­ler­weile geht alles durch mich hin­durch. nichts bleibt. nie­mand bleibt«

Herr L. lebt im Alters­heim. Er fühlt sich nutz­los als alter Mensch und schafft sich seine eigene Welt mit sei­nen eige­nen Regeln. Er hat auf­ge­hört zu reden. Seine Lieb­lings­be­schäf­ti­gung ist das Löcher machen, mal in einen Gym­nas­tik­ball, mal in das Hemd des Pfle­gers. Doch nie­mand scheint ihn zu ver­ste­hen. Als seine Toch­ter ihn besucht, kommt es zum Konflikt.

Das Film­team

Herr L. — Wolf­gang Schenck
Toch­ter — Kathryn Roh­we­der
Pfle­ger — Helge Tram­sen
Regie — Anne Gün­ther
Kamera — Lars Dreyer-Winkelmann
Kame­raas­sis­tenz — Ole Otten
Ton — Ste­fan Mal­schofsky
Köstum/Maske — Diana Stap­fer
Dar­stel­le­rin­nen — Adda und Mag­rit / Han­ne­lore
Dar­stel­ler — Felix Schlencker
Cate­ring — Hayat Der­foufi
Fah­rer — Georg Schmidt / Helene Maus

Integriertes Design
Bewegtes Bild
Diplomfilm »Am Rand«
Lehrender: Henning Rogge